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KD vom 1. März 2015
Kranzniederlegung im Ehrenhain nicht nur zur Erinnerung
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Am Sonnabend marschierten die Ehrenformationen aus Finnland und Estland sowie das deutsche Wachbataillon unter den Klängen des finnischen Musikkorps in den Ehrenhain. Die Uniformierten stellten sich mit ihren Standarten rechts und links des finnischen Ehrenmals auf und bildeten hufeisenförmig einen eindrucksvollen Rahmen für die Ansprachen und Kranzniederlegungen zum 100. Gedenktag der Freiwilligen, die auf dem kaiserlichen Truppenübungsplatz “Lockstedter Lager” eintrafen und für den finnischen Freiheits- und Unabhängigkeitskampf ausgebildet werden sollten.

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Während des Einmarsches nahm die Generalität mit ihren Offizieren zwischen den zivilen Teilnehmern Grundhaltung an und grüßte die aktiven Kameraden, die sich nacheinander im Rund aufstellten.

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Während des Einmarsches grüßte die Generalität mit ihren Offizieren
 

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Bürgermeister Jürgen Kirsten eröffnete die Gedenkfeier, die der Verbindungsoffizier Mark Aretz vom Bund der deutschen Infanterie moderierte. In deutscher und finnischer Sprache gab der Oberstleutnant wichtige Informationen.
 

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Oberstleutnant der Reserve Mark Aretz moderierte und übersetzte in finnischer Sprache

 


“Der Entzug der Autonomie, zunehmende Russifizierung und Unterdrückung der sprachlichen und kulturellen Selbständigkeit bestimmten den politischen Alltag”, beschrieb Jürgen Kirsten in seinen einleitenden Worten die Situation vor über 100 Jahren, als das zaristische Russland die Bevölkerung des angegliederten Herzogtum Finnland zunehmend drangsalierte.

“In den aufgeklärten Kreisen des finnischen Bürgertums regte sich mehr und mehr Widerstand gegen die russischen Repressalien”, fuhr der Bürgermeister fort und stellte einen physikalischen Vergleich an.

“Man kann eine Feder bis zu einem bestimmten Punkt zusammenpressen. Ist dieser erreicht, entlädt sie sich in die entgegengesetzte Richtung. 1915 war es soweit”, stellte Jürgen Kirsten fest und führte aus, dass nach Beginn des ersten Weltkrieges auf Bitten des finnischen Untergrundes deutsche Dienststellen den Antrag auf Ausbildungshilfe für freiwillige jungen Finnen bewilligten.

“Beseelt von einem unbändigen Freiheitswillen und tiefer demokratischer Gesinnung meldeten sich viele Freiwillige aus allen Schichten des Volkes, um sich das militärische Rüstzeug für die Erreichung freiheitlicher und demokratischer Ideale sowie gegen russische Fremdherrschaft anzueignen. Bereits am 25. Februar 1915 trafen die ersten jungen Finnen hier im Lockstedter Lager ein”, fuhr der Bürgermeister fort und skizzierte die nächsten Jahre, in denen das Jägerbataillon 27 aufgestellt wurde und in den Freiheits- und Unabhängigkeitskampf zog. 

“Wir gedenken heute in Dankbarkeit der Opferbereitschaft und des Mutes der Angehörigen des Jägerbataillon 27, die sich für die Erlangung von Freiheit und Demokratie aufbrachten. Wir vergessen auch nicht die zivilen Opfer, die dieser Bruderkrieg gekostet hat.”, betonte der Bürgermeister, der mit mahnenden Worten in die heutige Zeit umschwenkte und an die Ereignisse in der Ukraine sowie an den Terror der Boko Haram und der Isis erinnerte. Nicht nachlassen dürfe das Ringen um Freiheit, Unabhängigkeit und nicht nachlassen dürfe das Erhalten unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung.

“Heute stehen Finnland und Deutschland fest in den Reihen der europäischen Union als Garanten für die Erhaltung und Sicherung freiheitlicher demokratischer Werte”, schloss Jürgen Kirsten seine Rede ab.

Ergänzende geschichtliche Abrisse und die Verbundenheit Finnlands zu Deutschlands beschrieben in ihren Vorträgen der Innenminister Stefan Studt des Landes Schleswig-Holstein, der Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte Generalleutnant Jarmo Lindberg und der Kommandeur für territoriale Aufgaben der Bundeswehr Generalmajor Hans-Werner Wiermann.

Dabei freute sich der Innenminister, dass Hohenlockstedt mit diesem geschichtlichen Gedenktag im besonderen Medieninteresse stehe und er hoffe, dass dadurch dieses Historische Ereignis von der breiteren Bevölkerung wahrgenommen werde. In Finnland sei es anders, dort kennen alle Menschen die Geschichte der finnischen Jäger und natürlich auch das Lockstedter Lager.

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Eindringliche Worte fand Bürgermeister Jürgen Kirsten

 

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Aufmerksame Zuhörer im Ehrenhain

 

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Innenminister Stefan Studt

 

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Oberfehlshaber der finnischen Streitkräfte Generalleutnant Jarmo Lindberg

 

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 Generalmajor Hans-Werner Wiermann

 

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Nach den Ansprachen schritten Repräsentanten aus Finnland, Estland und Deutschland nach vorne und legten nacheinander Kränze zum Gedenken der finnischen Jäger am Ehrenmal nieder.

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Kranzniederlegung am Ehrenmal der Finnischen Jäger

 

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