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KD vom 15. Juni 2017
Kreiswirtschaftsausschuss stimmt fachlicher Bewertung zu

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Der Wirtschaftsausschuss des Kreises nahm gestern am frühen Mittwochabend einstimmig die fachliche Bewertung der eigenen Verwaltung von zukünftigen Windeignungsflächen im Kreisgebiet zustimmend zur Kenntnis und empfahl, dass der Kreistag entsprechend entscheiden möge. Damit soll die angeforderte Auffassung des Kreises Steinburg über die Ausweisung von entsprechenden Arealen zur Gewinnung von Windenergie in die Landesbewertung einfließen.

Die Sitzungsunterlage [hier...] zu den zukünftigen Eignungsflächen war umfangreich und die Verwaltung gab während der Diskussion zusätzliche Hinweise, warum angedachte Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen. Man habe vorgegebene Landeskriterien bei der Erstellung der Ausarbeitung beachten müssen, wobei im Laufe der Zeit immer mehr Einschränkungen für eine Ausweisung von geeigneten Flächen beachtet werden mussten. Ob die neue Landesregierung weitere Restriktionen einführt, bleibe abzuwarten. Im Gespräch sei die Vergrößerung von Abstandsflächen zu sensiblen Gebieten, die besonders schutzbedürftig seien.

Bereits im Vorfeld waren für den Bereich Hohenlockstedt viele Standorte zum Aufstellen von großen Energieanlagen weggefallen. Auf dem Gemeindegebiet konnten aufgrund der Gewinnungsmöglichkeiten von Bodenschätzen und aufgrund des Vogelschutzes [Schwarzstorch] keine Flächen ausgewiesen werden. Übrig geblieben waren in der Nachbarschaft an der Grenze Lohbarbek/ Mühlenbarbek sowie in der Gemarkung Hohenaspe/ Schlotfeld insgesamt drei Standorte, die für die Kreisbetrachtung relevant waren.

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Gelb markierte Betrachtungsflächen im Gebiet Hohenlockstedt [Bild oben] und grau gefärbte Flächen in der Nachbarregion [Bild unten] wurden vor der Kreisbetrachtung gestrichen. Übrig blieben mögliche Eignungsflächen für die Kreisbetrachtung, die gelb markiert sind [beide Bilder unten]
 

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Die Kreisverwaltung hat für diesen Betrachtungsraum den Rotstift angesetzt und alle drei übrig gebliebenen Standorte gestrichen.

Für den Bereich Lohbarbek/ Mühlenbarbek ergab die Flächenüberprüfung, dass ein Mindestabstand zu einem Wald nicht eingehalten wurde. Deshalb musste das zusammenhängende Areal verkleinert werden, was ausgewiesen werden könnte. Die verringerte Fläche erfüllte nicht mehr die Landeskriterien, die eine Größenordnung von mindestens fünfzehn Hektar Fläche für ein Ausweisungsgebiet vorsehe. Deshalb stufte die Verwaltung das geplante Gebiet als “nicht geeignet” ein.

Ebenso wurden die beiden nebeneinanderliegenden Gebiete in der Gemarkung Schlotfeld/ Hohenaspe als ungeeignet eingestuft. Diese angedachten Flächen würden zu dicht an Waldflächen liegen, die der Naherholung dienen. So verläuft die ehemalige Bahntrasse durch das Gebiet, die als Wanderweg stark mit Fußgänger und Radfahrer frequentiert ist. Außerdem sind in der Nähe der drei Waldgebiete Konflikte mit Fledermäusen erkennen. Darüber hinaus ist in unmittelbarer Nähe die Nordumgehung geplant, die besondere  Abstandsflächen bedingt.

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Kartenausschnitt der Kreissicht: Hohenlockstedt hat keine ausgewiesenen Flächen.
Rot markiert sind die Flächen in Lohbarbek/ Mühlenbarbek und Schlotfeld/ Hohenaspe,
die als “nicht geeignet”  eingestuft wurden [großer Kartenausschnitt hier...]